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Spuckbaby – Hilfe & Erfahrungen

spucki

was uns half

Meine Tochter war ein Spuckbaby, das heißt sie übergab sich mehrmals am Tag (sehr oft!) im hohen Bogen. Soviel, dass ich bangte, sie könnte nicht ausreichend ernährt werden. Nach dem Stillen, beim schlafen, einfach so, immer mal - ohne Grund, Tag für Tag & Nacht für Nacht. Das war am Anfang sehr schwierig für uns. Es gab keinerlei Erfahrungen mit Spuckbabys dieses Kalibers im Freundes- & Bekanntenkreis. Es folgten Tipps wie : „Ach ja, meine Jungs haben auch immer gespuckt, du kannst die Sachen einfach trocknen und noch mal anziehen.“ Ganz offensichtlich hatten sie kein wirkliches Spuckbaby. Unsere Klamotten waren jedes mal pitschnass, von Body bis Strumpfhose, inklusive meines Shirts oder der Unterlage. Unsere größte Sorge war selbstverständlich, unser Baby könnte zuviel Flüssigkeit verlieren. Doch unbegründet. Sie nahm weiterhin zu (ich weiß wirklich nicht wie...) und ihre Windeln waren regelmäßig nass & voll. Wie oft beschrieben ist es kein wirkliches körperliches Problem, sondern mehr ein Wäscheproblem. Außerdem hatten wir nachts das Problem, dass sie immer aufwachte, wenn sie mal wieder spuckte und sie deshalb sehr wenig und unruhig schlief.

Was also Tun?

Zunächst einmal beschloss ich, dass es entspannter wäre, nur jeden zweiten oder dritten Tag Wäsche zu waschen. Und so kaufte ich über Mamikreisel eine Vielzahl Secondhand-Bodys für mein Mädchen. Außerdem unzählige Moltontücher und Stoffwindeln. Wir wechselten am Tag bis zu 12 mal den Body und das bedeutete, wir besaßen in jeder Größe ca. 25 Bodys. Hierbei lohnt es auf Wickelbodys zu achten. Das funktioniert bei den kleinen einfach besser und hat den Vorteil, vorne doppellagig zu liegen. Um die Möhre herum gab`s dann immer noch ein Tuch (Stoffwindel), die „das Gröbste“ abfangen sollte. Das hat in vier von fünf Fällen auch gut funktioniert.

Eine weitere, sehr sinnvolle Anschaffung war ein zweites Tragetuch. Ein Tag ohne Tragetuch war nicht vorstellbar, aber irgendwann war natürlich auch das waschreif...

Die Nächte waren eine Zeit lang sehr anstrengend. Es half, sie nach dem Stillen noch eine halbe Stunde annähernd senkrecht zu lagern. Das heißt, sie lag entweder auf meinen angewinkelten Beinen oder meiner Brust. Ich saß im Bett. Manchmal konnte sie auch nur so schlafen und so wechselten mein Partner und ich uns ab mit schlafen. Später funktionierte eine schräge Ebene einigermaßen gut. Dazu legten wir einfach gefaltete Handtücher unter ihre Matratze oder legten sie mit auf unsere Kissen. Sie ins Tragetuch zu binden war auch immer frühestens eine halbe Stunde nach dem Stillen möglich. Außerdem bekam ihr Papa Spielverbot nach jedem Stillen für ebenfalls eine halbe Stunde. Denn jedes Lachen und Freuen waren leider schon zuviel für ihren Magen.

Das für mich weit größte Problem war jedoch, sie nachts umziehen zu müssen, wenn sie sich komplett voll gespuckt hatte und daher schnell frieren würde (das passierte trotz Tuch leider häufig). Sie war danach immer sehr wach und es dauerte lange sie in den Schlaf zurück zu geleiten. Die beste Entdeckung war deshalb für mich wohl der Fleece-Schlafanzug. Fleece hat die wunderbare Eigenschaft, Nässe nicht aufzusaugen wie Baumwolle, es „perlt“ stattdessen eher ab. Auch wenn die Oberfläche etwas nass wurde, war ihr Body darunter immer vollkommen trocken. Ich musste also nur die Unterlage wechseln, dann konnte sie entspannt weiterschlafen. Perfekt!

Allgemein sind diese Monate sehr anstrengend für alle Beteiligten, doch schon als meine Tochter anfing zu sitzen, wurde es besser (mit ca. 5 Monaten) und im Alter von 9 Monaten hatte sie überhaupt keine Probleme mehr. Macht euch also keine Sorgen, und probiert unbedingt mal Fleece aus! Das hat unser Leben unglaublich erleichtert....

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